TITAN UND TITANLEGIERUNGEN


Titan ist schon sehr lange als Element bekannt, aber erst in den letzten 50 Jahren hat es an Wichtigkeit gewonnen. Das schnelle Wachstum der Titanindustrie lag an der Vielfältigkeit des Metalls und seinen Legierungen und der herausragenden Festigkeit-zu-Gewicht-Verhältnisse.  Die mechanischen Eigenschaften von technisch reinen Titangüten variiert bei kleinen Veränderungen des Sauerstoffs, Stickstoffs, Wasserstoffs und Kohlenstoffs erheblich. Die Eigenschaften wie hohe Festigkeit, geringes Gewicht und exzellente Korrosionsbeständigkeit haben zu einer häufigen Verwendung in chemischen Verfahrensanlagen, Luft- und Raumfahrtstrukturen, Düsenmotorkomponenten und medizinischen Implantaten geführt.  Titan gibt es in zwei kristallographischen Formen und die Legierungen können in drei Kategorien eingestuft werden:

  • Alpha
  • Alpha/Beta
  • beta-Legierungen

Reines Titan hat eine alpha-Struktur, wird jedoch bei Erhitzung auf über 882 ° in eine beta-Struktur verwandelt. Die Hinzufügung von Legierungselementen hat Auswirkungen auf diese Transformation und es wurden viele Legierungen entwickelt, bei welchen die beta-Phase bei Raumtemperatur erhalten bleibt und somit ein Werkstoff mit sowohl der alpha- als auch der beta-Phase entsteht. Die relative Menge dieser Phasen erhöht die Variationen der Eigenschaften, wie z. B. Dehnbarkeit, Schweißbarkeit und Verformbarkeit.

Titan-Legierungsband wird für anspruchsvolle Anwendungen wie statische und rotierende Motorkomponenten von Gasturbinen eingesetzt.  Einige der kritischsten und am meisten beanspruchten Flugwerkteile in der zivilen und militärischen Luftfahrt sind ebenfalls aus Titan-Legierungsband hergestellt.  Technisch reines bzw. nicht legiertes Titanband hat eine herausragende Korrosionsbeständigkeit, wodurch es zu einem der beliebtesten Werkstoffe in vielen Anwendungen in der chemischen Verarbeitungsindustrie zählt.